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Und wie soll sich ein Pferd wehren?

Mit drastischen Strafen hat der britische Galopprennsportverband auf einen Dopingskandal um den renommierten Stall Godolphin Stables reagiert. Trainer Mahmud al-Saruni wurde von der British Horseracing Authority (BHA) für acht Jahre gesperrt, teilte der Verband am Donnerstag auf seiner Website mit.

Der Trainer hatte zuvor bei einer Anhörung zugegeben, 15 Pferden anabole Steroide verabreicht zu haben. Die betroffenen Pferde werden für sechs Monate vom Wettkampfbetrieb ausgeschlossen.

Der Skandal hat in Großbritannien für große Aufregung gesorgt. Der Rennstall aus Newmarket gehört Scheich Mohammed bin Raschid al-Maktum, Ehemann von Prinzessin Haja von Jordanien, Präsidentin der Internationalen Reiterlichen Vereinigung (FEI). Bei einer BHA-Routinekontrolle am 9. April waren sieben Pferde positiv auf Ethylestranol und vier weitere auf Stanozolol getestet worden.
Quelle:Sport@ORF

WADA warnt eindringlich vor „GW501516“

Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) hat am Donnerstag eindringlich vor dem Gebrauch der als Dopingmittel verwendeten Substanz „GW501516“ gewarnt. Die Entwicklung des Wirkstoffes sei aufgrund von „ernsthafter Toxizität“ während vorklinischer Studien abgebrochen worden. Eine Zulassung als Medikament sei nie erfolgt und werde es auch nicht geben, ergänzte die WADA in einer Aussendung.

Die Agentur rief alle Anti-Doping-Organisationen weltweit dazu auf, ihre Athleten schnellstmöglich vor der Verwendung der seit einigen Monaten auf dem Schwarzmarkt erhältlichen und von Sportlern nachweislich bereits verwendeten Substanz zu warnen. „Die Nebenwirkungen dieser chemischen Verbindung sind so schwerwiegend, dass die WADA den seltenen Schritt der Warnung an ‚Betrüger‘ unternimmt, um das volle Bewusstsein vor möglichen Gesundheitsrisiken für Sportler zu wecken, die der Versuchung einer Leistungssteigerung mit GW501516 erliegen“, teilte die WADA mit.

Bereits bei den Olympischen Spielen 2008 soll die Substanz zur Leistungssteigerung eingesetzt worden sein. Laut WADA habe es auch schon positive Dopingtests auf den Wirkstoff gegeben.
Quelle:Sport @ORF

Fuentes bereit Kundennamen zu nennen

Der spanische Dopingarzt Eufemiano Fuentes hat sich grundsätzlich bereit erklärt, die Namen seiner Kunden zu nennen. Er wolle mit der spanischen Anti-Doping-Agentur (AEA) und der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) zusammenarbeiten, wenn er darum gebeten wird, sagte der Mediziner am Mittwoch am Rande des Prozesses um die Operacion Puerto in Madrid.
„Ich weiß allerdings nicht, ob das, was ich beizutragen hätte, für die Agenturen hilfreich ist.“ Er erwarte für eine Zusammenarbeit als Gegenleistung keinen Strafnachlass im laufenden Gerichtsverfahren, in dem Fuentes der Hauptangeklagte ist. Er verlange aber eine „wechselseitige Zusammenarbeit“, betonte der Arzt. „Wenn es im Rahmen dieser Kooperation notwendig wäre, dass ich meine Kundenliste herausrücke, würde ich sie ihnen (den Agenturen) geben.“
Im Verfahren um den größten Dopingskandal in der spanischen Sportgeschichte hatte die Staatsanwaltschaft zwei Jahre Haft für Fuentes gefordert. Der Mediziner betonte demgegenüber, er habe nie gegen die Gesetze oder die ärztlichen Pflichten verstoßen.
Quelle:Sport@ORF

Armstrong packt aus?

Lance Armstrong hat laut US-Medien in der Talkshow von Oprah Winfrey jahrelanges Doping zugegeben. Das berichteten die Nachrichtenagentur AP und die Zeitung „USA Today“ unter Berufung auf mit der Sendung vertraute Quellen.
Das Interview wird am Donnerstag in Winfreys Sender OWN ausgestrahlt. Weder Armstrong noch Winfrey gaben über den Inhalt des Gesprächs Auskunft.
Quelle:Sport@ORF

Was meint ihr dazu? Wird Armstrong auspacken? Jedenfalls wird er genug einpacken, denn ein Auftritt bei Oprah dürfte wohl eine gute Gage einbringen, so kann man mit Fehltritten auch Geld verdienen-traurig oder?

Call me maybe

Der Radsport-Weltverband (UCI) hat die Einrichtung einer Dopinghotline für Fahrer angekündigt, die zu diesem Thema Stellung nehmen wollen.

„Am Ende des Tages seid ihr es, die Fahrer, die das letzte Wort haben, ob unser Sport sauber ist oder nicht“, schrieb UCI-Präsident Pat McQuaid in einem auf der UCI-Website veröffentlichten Brief an die Profis. Der Verband müsse erreichbar sein, besonders für die Fahrer. „Daher wird in den kommenden Wochen eine neue, offene Leitung installiert, eine vertrauliche Hotline“, erklärte McQuaid.
Quelle:Sport@ORF

Was meint ihr? Würdet ihr anrufen wenn ihr ein Dopingvergehen bemerkt?

"Pauschalangebot Doping"

Der umstrittene Sportmediziner und frühere Arzt von Lance Armstrong, Michele Ferrari,soll als Dopingarzt ein lukratives Nebengeschäft mit „Firmenzentrale“ im Schweizer St. Moritz betrieben haben.

Die Staatsanwälte der norditalienischen Stadt Padua, die seit zwei Jahren Anti-Doping-Ermittlungen führen, werfen dem 59-Jährigen vor, von seiner Schweizer Wohnung in St. Moritz aus ein Millionengeschäft mit der Dopingbetreuung von Athleten aufgebaut zu haben. Die Staatsanwälte werfen ihm Bildung einer kriminellen Vereinigung mit dem Ziel des Handels, Schmuggels und illegaler Verabreichung von Dopingprodukten vor. Außerdem wird Ferrari der Steuerhinterziehung und der Geldwäsche beschuldigt.

Ferrari hat laut den Ermittlern ein effizientes internationales Netz aufgebaut und seinen Kunden ein „komplettes Dienstleistungspaket“ angeboten, das Beratung für den Abschluss von Verträgen, für Training, Verabreichung von Dopingprodukten und sogar rechtliche Unterstützung bei positiven Dopingkontrollen vorgesehen hat. Ferraris Ziel sei es gewesen, die Leistungen der Athleten zu steigern, um ihnen bessere Verträge zu sichern. Davon habe er selber stark profitiert, so die Ermittler.
Quelle:Sport@ORF

EPO per Motorrad

Kein Tag vergeht ohne neue Enthüllungen im Dopingskandal um Lance Armstrong. Sein ehemaliger Teamkollege und US-Landsmann Tyler Hamilton gab in einer BBC-Radio-Dokumentation, die am Montagabend ausgestrahlt wurde, zu Protokoll, dass der siebenfache Tour-de-France-Sieger 1999 einen Motorradfahrer für EPO-Lieferungen bezahlt hatte.

Rolex als Belohnung
„Ja, 1999 hatten wir einen Motorradfahrer. Wir haben ihn beauftragt, uns während der drei Wochen bei den entscheidenden Etappen der Tour zu folgen. Er war dann stets in der Nähe unserer Hotels, um uns in den Schlüsselmomenten beliefern zu können. Wir wussten, dass andere Leute auch etwas riskierten, deshalb taten wir das auch“, sagte Hamilton, der auch über die Entsorgung der das Blutdopinghormon Erythropoietin (EPO) enthaltenden Spritzen Angaben machte. Diese seien in Getränkedosen, die danach zerdrückt wurden, gesteckt worden.

Der Motorradfahrer sei für seinen Job als EPO-Kurier fürstlich entlohnt worden. „Lance hat ihm 15.000 bis 20.000 US-Dollar dafür bezahlt“, so Hamilton. „Und als Lance 1999 (erstmals) die Tour gewonnen hatte, haben wir alle zusammengelegt, um ihm eine Rolex-Uhr zu kaufen. Irgendwo da draußen ist er nun und hat diese goldene Rolex am Handgelenk.“
QuelleSport@ORF


WADA schließt Abkommen mit Pharmaindustrie

Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) arbeitet künftig enger mit der Internationalen Vereinigung der Pharmaproduzenten und -Vereinigungen (IFPMA) und dem Weltverband der Biotechnologieindustrie (BIO) zusammen.
Die Vereinbarung habe die frühere Entwicklung von Testverfahren für im Sport verbotene Substanzen zum Ziel, teilte die WADA am Montag mit. Die beiden Verbände haben sich bereit erklärt, künftig Informationen über Medikamente und ihre mögliche Verwendung als Dopingmittel bereits vor der Markteinführung mit der WADA zu teilen.
„Die enge Zusammenarbeit mit den Unternehmen der Biotechnologie und der Pharmaindustrie eröffnet uns die Möglichkeit, potenzielle Dopingubstanzen besser zu identifizieren und dafür Analysemethoden zu entwickeln“, erklärte WADA-Generaldirektor David Howman.
Quelle:Sport@ORF


Österreicherin erhält „WADA Young Investigator Award“

Kürzlich wurde bekanntgegeben, dass der international ausgeschriebene, renommierte Forschungspreis der WADA (World Anti Doping Agency) für NachwuchsforscherInnen an Frau Mag. Cornelia Blank (UMIT Privatuniversität Hall i. Tirol) ergeht.
Sie erhielt den „WADA Young Investigator Award“ für ihre Magisterarbeit “Evaluation of Austrian Sport Physicians and Pharmacists Knowledge Regarding Doping and Doping Prevention in Sports”, die sich mit der wichtigen Thematik des Wissensstandes und der Einstellung von österreichischen Sportärzten und Apothekern zum Themenkreis Doping und Medikamentenmissbrauch beschäftigte.

Dazu wurden 230 retournierte Fragebögen beider Berufsgruppen zu Themenbereichen wie Dopingsubstanzen, Nebenwirkungen von Doping, ethisch-moralische Aspekte u.a. analysiert. Die nunmehr ausgezeichnete Magisterarbeit war Teil eines mehrjährigen Forschungsprojektes, das von der NADA Austria in Auftrag gegeben wurde. Aufgrund der Ergebnisse der Studien unter Leitung von Univ.-Prof. Dr. W. Schobersberger (ISAG Sportmedizin, TILAK Innsbruck und UMIT Hall) entwickelt die NADA Austria gezielte Dopingpräventions-Projekte zur Information, Aufklärung und Bewusstseinsbildung.

Link zur WADA-Pressemitteilung
Informationen zum WADA Young Investigator Award

WADA plant Klassifizierung bei Dopingfällen


Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) plant eine Klassifizierung bei Dopingfällen. Besonders schwere Vergehen wie EPO-Missbrauch und Manipulation mit Steroiden könnten in Zukunft mit einer automatischen Sperre von vier Jahren bestraft werden, sagte WADA-Generaldirektor David Howman der Nachrichtenagentur dpa.

„Wir erwägen eine Abstufung“, kündigte er am Rande des internationalen Sportkongresses „SportAccord“ im kanadischen Quebec an. Derzeit werden Dopingvergehen mit einer Sperre von zwei Jahren geahndet. Durch die härteren Sanktionen wären Dopingsünder automatisch von den kommenden Olympischen Spielen ausgeschlossen.

Osaka-Regelung für ungültig erklärt

Damit würde das Internationale Olympische Komitee (IOC) sein Ziel doch noch erreichen. Das IOC hatte 2007 die Osaka-Regelung beschlossen. Die Regel sah vor, dass Athleten nach einer mehr als sechsmonatigen Dopingsperre von den darauffolgenden Olympischen Spielen - Sommer oder Winter - ausgeschlossen werden.

Diese Bestimmung wurde vom Internationalen Sportgerichtshof (CAS) am 6. Oktober 2011 für ungültig erklärt. Sie verstoße gegen die IOC-Statuten, hatten die CAS-Richter in Lausanne entschieden. Es sei eine doppelte Bestrafung.

Neben der Klassifizierung von Dopingfällen plant die WADA auch die Einsparung der B-Probe bei positiven Testergebnissen. Die WADA-Exekutive sprach sich auf ihrer Sitzung in Montreal am Dienstag für diesen Schritt aus, der vor allem für die internationalen Fachverbände eine willkommene Reduzierung der Kosten bedeuten würde.
Quelle: SPORT@ORF